Erläuterung

Was ist ein Tumor, was ist Krebs?

Krebs ist ein Oberbegriff für verschiedene Arten von bösartigen Geschwülsten. Erkranungen an Krebs beruhen auf unkontrollierten, veränderten Wachstum unreifer Zellen. Diese Zellen beeinträchtigen auch gesunde Zellen und verdrängen sie immer mehr.
Jährlich erkranken ca.1800 Kinder und Jugendliche an Krebs und Tumoren.

Um dem Tumor/Krebs den Kampf anzusagen gibt es verschieden Therapieformen.

operative Therapie:
Zu Beginn der Behandlung werden meistens die Tumore entfernt, um somit die Anzahl der Krebszellen im Körper stark zu verringern.

Chemotherapie:
Die Chemotherapie ist dazu da die Krebszellen zu zerstören, man kann sie in Form von Infusionen, Tabletten oder auch Spritzen verabreichen.
Abhängig von der körperlichen Verfassung, dem Krankheitsstadium, der Beahndlungsmethode und der Art des Tumors, werden abgestimmte Medikament verabreicht.
Die Chemotherapie schädigt allerdings nicht nur gesunde Zellen, sondern teilt auch gesunde Zellen.
Dadurch treten häufig
Nebenwirkungen auf :
Infektionen, da die Anzahl der weißen Blutkörperchen durch die Chemotherapie verringert sind.
Haarausfall, Übelkeit, Kopfschmerzen, Hautschäden usw.
Eine regelmäßige und richtige Einnahme der chemotherapeutischen Medikament ist Grundvorraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Im Regelfall beträgt diese zwischen 6 Monaten und 2 Jahren.

Strahlentherapie:
Die genau gemessenen hoch energetischen Strahlen verhindern die Vermehrung der Krebszellen und bewirken eine kontinuierliche Verringerung der Tumormasse.
Auch die Strahlentherapie greift wie bei der Chemotherapie die gesunden Zellschichten, die den Tumor umgeben an.
Auch hier gibt es Nebenwirkungen die das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Ähnlich wie bei der Chemotherapie Hautschäden, Mundfäule, Durchfall usw.

Die Heilungschancen für Jugendliche und Kinder mit Bösartigen Tumoren sind heute recht gut.
Bei einigen ist die Therapie mit Spätfolgen behaftet.
Aus diesem Grund ist es erforderlich eine lange Zeit regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen zu machen.
Durch Dauer und Länge der Behandlung kann es eine Unfruchtbarkeit ( Intertilität ) zur Folge haben. Das Risiko betrifft im allgemeinen stärker den Jungen.
Manche Zytostatika mit hoher Dosierung schädigen die Keimdrüsen, genau wie die direkte Bestrahlung.
Viele die an einen Hirntumor erkrankt sind müssen sich einer Kopfbestrahlung unterziehen, um somit das Rückfallrisiko einzudämmen.
Ob die Konzentrationsfähigkeit und Lernfähigkeit durch die Strahlung beeinträchtigt wird?
Die Strahlendosis wird abhängig vom individuellen Risiko eines Kindes so reduziert, dass Spätfolgen geringer ins Gewicht fallen.

Nach erfolgreicher Behandlung treten Zweittumore wie Knochen oder Hirntumore nur selten auf. Jedoch im Einzelfall kann nach 10-15 Jahre nach Abschluss der Ersttherapie, plötzlich einer entstehen.
20 Jahre nach Beobachtung beträgt das das Rückfallriskio zwischen 1-5%.

Früherkennung:
Kinder haben bis zum sechsten Lebenjahr von Geburt an Anspruch auf insgesamt neun kostenlose Früherkennungsuntersuchungen.

WHO-Gradierung von Tumoren des Nervenzentrums

WHO-Grad I gutartig, langsames Tumorwachstum, sehr gute
Prognose
WHO-Grad II noch gutartig, aber erhöhte Neigung zur Rezidivbildung,
Übergang in bösartige Tumoren möglich
WHO-Grad III bereits bösartig, nach der Operation sind Strahlen- und/oder
Chemotherapie notwendig
WHO-Grad IV sehr bösartig, rasches Tumorwachstum, nach der Operation
sind Strahlen- und/oder Chemotherapie notwendig, schlechte Prognose

Die WHO-Gradierung spielt nicht nur zur Beurteilung der individuellen Prognose eine wichtige Rolle, sondern dient auch als Richtschnur für die weitere Behandlung. Während Tumoren der WHO-Grade I und II oft durch eine alleinige Operation behandelt werden, erfolgt bei Tumoren der WHO-Grade III und IV nach der Operation eine zusätzliche Bestrahlung oder Chemotherapie.

Die wichtigsten primären Tumoren

Astrozytome
Pilozytisches Astrozytom
Diffuses Astrozytom
Anaplastisches Astrozytom
Glioblastom
Ependymome

Hypophysentumor, Kraniopharyngeome, Lymphom, Medulloblastome, Meningeome, Mischgliome, Neurinome, Oligodendrogliome, Plexuspapillome, Plexustumor

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